Schlagwort-Archive: cnc

Willkommen auf LIGNA Talents!

Der Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen (VDMA) freut sich Sie 2011 zu drei besonderen Wettbewerben auf der weltgrößten Messe der Forst- und Holzwirtschaft, LIGNA, einzuladen:

Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen können ihr Talent bei einem Artikel-, Video- und CNC-Wettbewerb mit attraktiven Geldgewinnen als Prämie und erfahrenen Profis als Coaches unter Beweis stellen.

Alle Informationen zu den einzelnen Wettbewerben und der Teilnahme finden Sie auf der rechten Seite in unseren Kategorien oder weiter unten auf dieser Seite.

Auf dieselbe Weise können Sie inzwischen auch die Ergebnisse unserer Wettbewerbe finden – das gilt sowohl für die Artikel, als auch die Videos.

Besuchen Sie auch gern unser Profil auf Facebook. Dort finden Sie weitere interessante Informationen, sowie Fotos der letzten LIGNA-Jahre und der Wettbewerbe von 2011.

Fragen können jederzeit per Email an Simone Valenzuela, Applikatio (holz@applikatio.com), geschickt werden.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr LIGNA Talents Team

Advertisements

CNC – Ein Orchester ganz anderer Art

Schränke bauen, Tische produzieren, Betten herstellen. Und das alles mit nur einer Maschine. Die CNC-Technologie macht‘s möglich. Auf der LIGNA werden die Stärken des Verfahrens vorgestellt.

von Ilka Brühl

Lärm ist das Erste, was ich vernehme, als ich auf der LIGNA, der Weltmesse für die Holz- und Forstwirtschaft, die Halle 26 betrete.

Eben noch habe ich die Stille genossen, die von gelegentlichem Vogelgezwitscher unterbrochen wurde, und jetzt muss man sich anbrüllen, um überhaupt etwas zu verstehen. Überall um mich herum knattern, zischen und lärmen Maschinen so groß wie ein LKW.

Rechts neben mir werden gerade Spanplatten mit einer wohnzimmergroßen Sägeanlage in handliche Platten aufgeteilt, auf Maß gebracht, gefräst, mit einer Kante versehen, gebohrt und – ohne dass ein Mensch die Teile je angefasst hat – zu einem Kleiderschrank zusammengebaut.

Inmitten der großen Anlagen komme ich mir ganz klein vor und beäuge diese Kolosse. Wie von Zauberhand läuft hier alles ab.

Allerdings merke ich in den Gesprächen schnell, wie wenig das Ganze mit Zauberei zu tun hat. Aber wenn es nicht Zauberei ist, dann muss es doch wenigstens unglaublich kompliziert sein.

CNC-Bearbeitungszentrum von Maka

CNC-Bearbeitungszentrum von Maka

Oder etwa nicht?

„Im Ganzen wirkt der Fertigungsprozess sicherlich ziemlich kompliziert, aber zerlegt man ihn in seine Einzelteile, wird es gleich viel klarer“, sagt Wolfgang Babina, Schulungsleiter bei IMA Klessmann, einem Hersteller von Holzbearbeitungssystemen.

Seine Firma hat auf der LIGNA eine Produktionsstätte nachgebaut. Sie wirkt auf mich zunächst wie eine wahllose Ansammlung von Werkzeugen, die hektisch und völlig willkürlich herumfahren.

Genau das ist aber nicht der Fall. Denn nur durch eine perfekt ausgeklügelte Koordination läuft das Ganze eben wie von Zauberhand. Und da kommt die CNC-Technik ins Spiel.

Manche haben den Begriff vielleicht schon einmal gehört, für die meisten dürfte er aber völlig neu sein. CNC steht nicht etwa für „Cooler neuer Chat“, sondern für „Computerized Numerical Control“.

Das bedeutet, dass die Maschine allein arbeitet – entsprechend der Maße und Geschwindigkeiten, die man vorher eingegeben hat.

Früher musste ein Arbeiter noch mit der Hand bohren, heute genügt es, einer Maschine die Bohrdaten wie Durchmesser, Position, Tiefe und Geschwindigkeit vorzugeben – und alles funktioniert von allein.

Alles spielt zusammen

Man kann das mit einem Orchester vergleichen. Der Bediener ist der Dirigent. Ihm unterstehen eine Reihe von  Instrumenten. In unserem Fall die Werkzeuge. Jedes Instrument kann nur eine Sache.

Mit der Gitarre kann man nicht geigen, sondern ausschließlich Gitarre spielen. Mit der Bohrmaschine bohrt man Löcher, kann aber nicht sägen. Dem Dirigenten unterliegt nun die schwierige Aufgabe, mit all diesen Instrumenten ein wundervolles Lied erklingen zu lassen.

Und nichts anderes macht auch der Bediener der CNC-Maschine. Er kombiniert die verschiedenen Arbeitsschritte so individuell zusammen, dass das optimale Ergebnis herauskommt.

Das hat viele Vorteile. Denn so eine Maschine ermüdet natürlich nicht und ist sehr viel präziser als ein Mensch.

So können wesentlich mehr gleichwertige Teile hergestellt werden, weil zum Beispiel die Rundung einer Tischplatte immer gleich rund werden wird. Diese Genauigkeit kann ein Arbeiter von Hand nicht erreichen.

Vorteile von CNC Maschinen

Für die Möbelhersteller bedeutet das, dass sie mehr Teile günstiger produzieren können – und das macht sie bekanntlich immer glücklich.

Außerdem lassen sich CNC-Maschinen schnell und variabel an neue Aufträge anpassen. Hat man eben noch einen großen Kleiderschrank gefertigt, ändert man schnell das Programm und kann jetzt beispielsweise eine Tischplatte oder ein Bett herstellen.

Früher hätte man, unter hohem Zeitaufwand, die Maschinen umbauen müssen. Heute reicht der Aufruf eines anderen CNC-Programms.

Ein weiterer Vorteil der CNC-Technik ist, dass ein komplett fertig bearbeitetes Möbelstück entsteht. Weil ohne Pausen daran gearbeitet wird, spart man auch an dieser Stelle Zeit. Die Fertigung wird insgesamt also viel schneller.

CNC ist also praktisch für Firmen, weil es schneller und vor allem genauer funktioniert.

Kostet das dann viele Jobs?

Häufig hört man, dass die Technik viele Jobs koste. Rainer Jilge von MAKA, einem Hersteller für CNC-Maschinen, sagt aber, dass die Stellen nur verschoben würden.

Die meisten Menschen arbeiteten jetzt eben nicht mehr an den Maschinen selbst, sondern in der Programmierung oder der Weiterentwicklung von CNC-Maschinen und -Verfahren.

Walter Fahrenschon, Geschäftsführer bei der Hundegger Maschinenbau GmbH, meint sogar: „Ohne die CNC-Technik wäre die Bearbeitung großer Holzstücke überhaupt nicht möglich.“ Es entstünden also auch neue Stellen.

Dass für Frauen die Arbeit mit CNC-Technologie schwieriger ist als für Männer, haben alle Gesprächspartner verneint. Sie meinen, es seien noch viel zu wenige Frauen in dem Beruf tätig. Aber das liege am veralteten Image von harter körperlicher Arbeit in der Holzbranche.

Frauen vor

Durch die CNC-Technik würde jetzt hoffentlich ein Weg geebnet, der auch jungen Frauen den Einstieg in den Beruf erleichtert.

Ob man programmiert, Maschinen oder Verfahren weiterentwickelt  – auf jeden Fall ist dieser Bereich für alle eine gute Wahl, die Interesse für Technik und ein logisches Verständnis mitbringen.

Mittlerweile bin ich von diesem Thema regelrecht begeistert und kann es nur allen, auch jungen Frauen, empfehlen, sich damit zu befassen.

Auf meinem Rückweg durch Halle 26 gehe ich mit erhobenen Schultern und einem ganz anderen Gefühl.

Und es ist mir, als wenn ich inmitten all dieser Geräusche ein harmonisches Lied heraushöre, vollendet mit einem dankbaren Seufzen der Maschinen. Ja und draußen … draußen regnet es jetzt.

Otto-Brenner-Schule Hannover (Jahrgang 12)

Neuigkeiten zu den LIGNA Talents Wettbewerben

Die LIGNA rückt nun allmählich immer näher und näher – in weniger als zwei Wochen könnt ihr euer Händchen für Holz beweisen und tolle Preise abräumen.

Damit ihr auf dem neusten Stand seid, hat das LIGNA Talents Team alle neuen Infos zu unseren Wettbewerben hier für euch zusammengefasst.

CNC-Wettbewerb

Die vier Teilnehmerteams des CNC-Wettbewerbs stehen fest!

Jeweils vier Schülerinnen und Schüler allgemein bildender Schulen aus Lemgo, Bad Salzuflen, Enger und Rödinghausen werden sich dem Wettbewerb stellen und auf der LIGNA innerhalb einer vorgegebenen Zeit eine komplexe CNC-Programmieraufgabe  lösen.

Und dies auf dem für alle Teilnehmer neuen Programmiersystem IMAWOP.

Zweifel daran, dass die Teilnehmer die Herausforderung meistern werden bestehen jedoch nicht, denn Schüler wie Lehrer gleichermaßen arbeiten sich mit großem Engagement in IMAWOP ein.

Auftakt hierfür war eine unternehmensinterne, ganztägige Schulung bei der Firma IMA Klessmann GmbH am 04. und 05. April, bei der die Teilnehmer bereits einen zweiteileigen Notenständer programmiert und gefertigt haben.

Am ersten LIGNA-Tag, den 30. Mai werden die Teams gleich nach Messebeginn mit dem Programmieren loslegen. Welche Aufgabe es zu lösen gilt und welches Team die Nase vorn hat, wird sich ab 13:30 Uhr auf dem IMA Stand in Halle 11, wo die Werkstücke auf dem IMA-Bearbeitungszentrum BIMA 300V gefertigt werden, zeigen.

Die Gewinner  werden ab 14 Uhr auf dem IMA Stand in Halle 26 prämiert.

Videowettbewerb

Vier Schülerteams der Jahrgangsstufen 10 und 11 werden am 30. und 31. Mai 2011 Kurzfilme zu unten stehenden Themen drehen. Neben schönen Bildern geht es dabei natürlich auch um eine für „jedermann“ verständlich Darstellung der teilweise komplexen Themen:

  • Die LIGNA – die Innovationsplattform für die internationale Forst- und Holzwirtschaft
  • Vom Baum zum Holzhaus
  • Allem gewachsen – der lange Weg der mehrstufigen Holznutzung vom Wald bis zur Bioenergie
  • Computer und Holz – Innovative Lösungen in einer Hightech-Branche

Schreibwettbewerb

Der Schreibwettbewerb am 31.05. und 01.06. ist ausgebucht.

Insgesamt 15 Zweierteams und „Einzelkämpfer/innen“ werden auf der LIGNA über folgende Themen berichten:

  • „Think-Light“ – die Zukunft des Leichtbaus in der Holz- und Möbelbranche
  • Mehr Netto vom Brutto – Techniken zur Steigerung der Ressourceneffizienz beim Werkstoff Holz
  • Bioenergie aus Holz? Stoffliche versus energetisch Verwertung der Ressource Holz
  • Aktiver Klimaschutz durch Holzverwendung – Warum?
  • Was an Holz so fasziniert – das Multitalent aus der Natur
  • Holztechnik aus Deutschland in aller Welt – wie kommt das?
  • Holzforschung Europa – Produkte, Technologien und Ressourcenschutz für unsere Zukunft
  • 2011 – Das internationale Jahr des Waldes
  • Holzberufe mit Zukunft – hier ist für jeden etwas dabei
  • Design und Kunst in Holz
  • Die LIGNA- die Innovationsplattform für die internationale Forst- und Holzwirtschaft

Workshop 28. Mai 2011

Einen ganztägigen Einführungsworkshop haben die 20 Schülerinnen und Schüler, die an dem LIGNA Talents Schreibwettbewerb auf der LIGNA 2011 teilnehmen, am Samstag erfolgreich hinter sich gebracht.

Dabei ging es natürlich in erster Linie um das Journalistische: Welche Darstellungsformen gibt es überhaupt, wie recherchiere ich und wie baue ich ein Interview auf, um möglichst gezielt an die ntowendigen Infomrmationen zu kommen und wie führe ich diese Informationsfülle in einen sinnvollen Beitrag über.

Und als ob das nicht schon genug wäre, gab es noch Einführungen zu jedem Fachthema, über welches auf der LIGNA geschrieben werden soll. Und die sind ganz schön knackig, denn die LIGNA ist ein reine Fachmesse. Es geht beispielsweise um die Funktionen des Waldes, Klimaschutz durch Holznutzung, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holz, um neue Holzwerkstoffe wie Leichtbauplatten und um Hightech-Lösungen mit Computereinsatz in der Holzverarbeitung.

Die ersten Beiträge erscheinen ab Mittwoch, den 01. Juni auf dieser Seite.

Die erstellten Artikel werden auf diesem Blog veröffentlicht.

Workshop 29. Mai 2011

Die zugelassenen Schülerteams für den Videowettbewerb unter dem Motto LIGNA Talents absolvierten am Sonntag den 29. Mai einen ganztägigen Einführungsworkshop zur Vorbereitung auf den Filmtag.

Dabei hieß es zunächst einmal Umdenken – nämlich in Bildern denken. Denn der Zuschauer konzentriert sich zu 80% auf das Bild und zu 20% auf den Ton.

Das faszinierende Medium Film als solches kennt wohl jeder, aber was es bei der Erstellung eines solchen zu beachten gibt, war für die meisten Workshopteilnehmer weitgehend unbekannt. So wurden zunächst die verschiedenen Gestaltungsmittel des Films vorgestellt und anschließend wichtige Filmparameter wie Einstellungsgrößen, bewegte Kamera und Ton erklärt und praktisch demonstriert.

Einen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad stellt auf der LIGNA die verständliche Darstellung eines bisher unbekannten Fachthemas wie Holzbau, Bioenergie oder Computereinsatz in der Holzbearbeitung dar. Als Einstieg in die jeweilige Thematik wurden die Teams bei einem ersten Rundgang über die größte Messe der Forst- und Holzwirtschaft von Brancheninsidern in die jeweilige Thematik eingeführt.  Wie viel Fachwissen die Schülerinnen und Schüler mitgenommen haben oder ob die Aufmerksamkeit doch eher Suche nach interessanten Bildern galt, wird sichmorgen und übermorgen zeigen.

 

 

Bei Fragen könnt ihr entweder hier einen Kommentar hinterlassen, oder aber ihr besucht uns auf dem LIGNA Talents Facebook-Profil.

Ein Auge für Details? Dann ran ans CNC-Programmieren!

Viele Produkte, die uns tagtäglich umgeben, werden auf komplexen, computer-gesteuerten Maschinen hergestellt. Aber woher weiß die Maschine, was genau sie machen soll? Das muss natürlich jemand programmieren.

Bei Werkzeugmaschinen passiert das durch CNC, „Computerized Nummerical Control“ – übersetzt „computerisierte numerische Steuerung“. Das wisst ihr alles längst?

Na, dann sollte die Teilnahme am diesjährigen CNC-Wettbewerb auf der LIGNA, der weltgrößten Messe der Forst- und Holzwirtschaft, ein Klacks sein.

Hier ein paar Fakten für alle, die mit CNC noch nicht allzu vertraut sind: In der modernen Produktion ist CNC-Technik kaum noch wegzudenken.

Eingesetzt wird sie in den meisten hochtechnisierten Branchen für die Bearbeitung verschiedenster Materialien wie Metall, Kunststoff und Holz.

Kaum jemand weiß allerdings, dass die Holzbranche einer der Vorreiter in der Anwendung von CNC-Technik war, da dieser Markt besonders viele individuell auf den jeweiligen Kunden/ Benutzer abgestimmte Produkte braucht.

Der diesjährige CNC-Wettbewerb auf der LIGNA ist offen für Schülerinnen und Schüler allgemein bildender Schulen, obwohl CNC-Technik gerade in Niedersachsen und Nordrhein-Westphalen kein fester Bestandteil des Technikunterrichts ist.

Die Teilnahme hat viele Vorteile

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhalten im Rahmen des Wettbewerbs auf der LIGNA die Chance, sich sowohl innerhalb der Industrie als auch vor dem Handwerk und damit potenziellen zukünftigen Arbeitgebern zu beweisen.

Damit können Sie zeigen, dass sie auch schon vor einer Berufsausbildung in der Lage sind, sich in ein hochkomplexes Thema einzuarbeiten.

Teams von vier Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen werden bei dem Wettbewerb gegeneinander antreten. Ziel ist es gemeinsam schnell und korrekt eine CNC-Programmieraufgabe zu lösen.

Ob die erarbeiteten Programme jedes einzelnen Teams tatsächlich funktionieren, wird auf einem Industriebearbeitungszentrum der Firma IMA auf der Messe demonstriert.

IMA ist einer der weltweit führenden Hersteller von CNC-gesteuerten Holzbearbeitungsmaschinen und stellt eigens für den Schülerwettbewerb eine BIMA 300V zur Verfügung.

Programmiert wird mit IMAWop, dem IMA-eigenen CNC-Programmiersystem.

Die Teilnehmer sollten lediglich Grundkenntnisse in CNC-Programmierung aus dem schulischen Technikunterricht mitbringen, in IMAWop werden sie dann in einer ca. halbtägigen Schulung fit gemacht, zu der IMA einlädt.

Ein geeigneter Termin wir mit allen Schülern (und Lehrern) abgestimmt.

Weitere Fakten zur Teilnahme

Eine Jury aus Fachleuten der Industrie und der Fachpresse bewertet die Ergebnisse nach festgelegten Kriterien wie z.B. Programmierzeit, Bearbeitungsgenauigkeit etc.

Den erst- und zweitplatzierten Teams winken 400 bzw. 200 Euro Preisgeld. Reisekosten zur Schulung bei IMA und zur Messe sowie Eintrittskosten werden für alle Teilnehmer übernommen.

Der Wettbewerb findet am 30. Mai 2011 auf der LIGNA in Hannover statt.

Bewerbungen und eventuelle Fragen können Sie gern per Email an Simone Valenzuela (holz@applikatio.com), Applikatio, senden.