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Willkommen auf LIGNA Talents!

Der Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen (VDMA) freut sich Sie 2011 zu drei besonderen Wettbewerben auf der weltgrößten Messe der Forst- und Holzwirtschaft, LIGNA, einzuladen:

Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen können ihr Talent bei einem Artikel-, Video- und CNC-Wettbewerb mit attraktiven Geldgewinnen als Prämie und erfahrenen Profis als Coaches unter Beweis stellen.

Alle Informationen zu den einzelnen Wettbewerben und der Teilnahme finden Sie auf der rechten Seite in unseren Kategorien oder weiter unten auf dieser Seite.

Auf dieselbe Weise können Sie inzwischen auch die Ergebnisse unserer Wettbewerbe finden – das gilt sowohl für die Artikel, als auch die Videos.

Besuchen Sie auch gern unser Profil auf Facebook. Dort finden Sie weitere interessante Informationen, sowie Fotos der letzten LIGNA-Jahre und der Wettbewerbe von 2011.

Fragen können jederzeit per Email an Simone Valenzuela, Applikatio (holz@applikatio.com), geschickt werden.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr LIGNA Talents Team

Ergebnisse unseres Videowettbewerbs

Jetzt ist es endlich so weit: Die Video sind fertig! Hier könnt ihr sie nun alle in der Reihenfolge ihrer Platzierung sehen.

(Durch ein Klicken auf unsere Themen werden Sie zu ligna.tv weitergeleitet.)

1. Vom Wald zur Bioenergie

Filmteam des Hainberg Gymnasiums Göttingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Computer und Holz

Filmteam des Goethegymnasiums Hildesheim

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Die LIGNA

Filmteam der Marie Curie Schule, Ronnenberg/Empelde

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Vom Stamm zum Haus

Filmteam des Gymnasiums Schillerschule Hannover

Auf dem Holzweg!

Warum er nicht immer in die Irre führen muss – eine Neuinterpretation

Von Kristina Bauer und Bastian Krüger

Recherche auf dem Messestand der Firma Ing.-Holzbau Cordes

Von großen Baum-Erntemaschinen bis hin zu kleinen Holzpellets: Die Weltmesse LIGNA für Forst- und Holzwirtschaft stellt den Naturrohstoff Holz und seine Verwendungsmöglichkeiten in verschiedensten Varianten zur Schau.

Die ökologische Nutzung von Holz steht dieses Jahr im Mittelpunkt. Wie kaum zuvor ist der Klimaschutz ins allgemeine Bewusstsein getreten, auch in das der Aussteller.

Die Auswirkungen des Treibhauseffekts, die Verknappung fossiler Brennstoffe und die Gefahr von Atomkraftwerken – das sind die Gespenster, die in den Köpfen der Umweltschützer herumgeistern.

Doch wie diesen Problemen begegnen?

Während etliche selbst ernannte Umweltschützer in Politik und Wirtschaft auf diese Frage nur mit flüchtigen Ausreden und abwimmelnden Floskeln reagieren, findet sich auf der „LIGNA“ eine echte Antwort:

Holz als Klimakatastrophenkiller. 

Die größte Schwierigkeit: die CO2-Emission. Ein Problem, für das es aber Lösungsansätze gibt. Mitten im Ausstellungsbereich im Pavillon 35 steht eine Tafel mit einer einfachen Grafik:

Verringerung der CO2-Emissionen durch Einbindung des Kohlenstoffs im Holz. Eckard Klopp, Architekt der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, betont die Wichtigkeit des Kohlenstoffzyklus’ als Fundament für den Klimaschutz.

Durch Photosynthese zieht jede Pflanze CO2 aus der Luft und speichert dabei Kohlenstoff. Der entstandene Sauerstoff wird wieder freigegeben.

„So werden in einem Kubikmeter Holz bis zu 0,9  Tonnen Kohlenstoff fixiert“, sagt Thomas Hoenig, Forstwissenschaftler an der Universität Göttingen. Folglich werde die Atmosphäre entlastet.

Verwendet man einen Kubikmeter Holz anstelle anderer Baumaterialien wie Metall oder Beton, werden insgesamt bis zu zwei Tonnen CO2 eingespart.

Holz kann zum Beispiel für Passivhäuser verwendet werden, die zweifach zur Energieeinsparung beitragen. Ulf Cordes, Geschäftsführer der Firma Ing.-Holzbau Cordes, sieht allein in der Verwendung von Holz als Baumaterial einen großen Beitrag zum Klimaschutz.

Doch die eigentliche Eigenschaft von Passivhäusern, so der Diplom-Kaufmann, drückt sich dahingehend aus, dass durch stark gedämmte Wände und ein ausgeklügeltes Lüftungssystem Heizungen weitgehend überflüssig werden.Das Ergebnis: Der Energieverbrauch sinkt.

Weitere Aspekte

Einen anderen Aspekt der nachhaltigen und ökologischen Holznutzung liefert Martin Schultze, Referent für nachwachsende Rohstoffe am Kompetenzzentrum HessenRohstoffe. Holz ist in Europa nahezu überall verfügbar und nicht wie Bergbauprodukte an bestimmte Orte gebunden.

Außerdem weist der Diplom-Ingenieur noch auf eine andere bedeutende Chance hin: Holz ist recyclebar. Alte Bretter eines abgerissenen Hauses können weiter verwendet werden:

Je nach Qualität entweder als Baustoff oder als Brennmittel für Biomasseheizkraftwerke. Diese wiederum verringern die Nachfrage nach fossilen Energieträgern. Ferner wird nur so viel CO2 ausgestoßen, wie vorher im Holz fixiert war.

Kritik gegen diese Verwendung von Holz äußern allerdings einige Umweltschützer. Zu intensive Holznutzung sei gefährlich. Schnell könne rücksichtslose Abholzung, so wie es in Südamerika der Fall ist, dazu führen, dass Kraftwerksbetreiber den Wald ausbeuten. Da bleibt keine Zeit zur Erholung – denn der nächste Bulldozer wartet schon.

Auch darauf hat Martin Schultze eine Antwort. In Deutschland gelten seit Jahrhunderten strikte Auflagen, wie intensiv der Wald bewirtschaftet werden darf. Dieses strenge Waldgesetz sorgt für eine nachhaltige Forstentwicklung.

Und bei Nachhaltigkeit sind sich die Experten einig: Sie ist der Schlüssel zu einer  generationenübergreifenden Sicherung des Rohstoffes Holz und seiner Produktionsstätte – dem Wald.

Holz hat also viele, für die meisten ungeahnte, positive Eigenschaften und damit sind nicht lediglich Produkte aus schwedischen Möbelhäusern gemeint.

Als einfachster und effektivster Speicher von CO2 hinterlässt Holz keinen Abfall, da man alle Teile des Baumes verwenden kann und die Naturressource recyclebar ist. Somit führt die Verwendung von Holz zu einer positiven Ökobilanz.

Die LIGNA demonstriert, dass sich Holzverwendung lohnt. Mit der Holznutzung bewegt man sich zwar buchstäblich auf dem Holzweg – als Weg in die Zukunft des Klimaschutzes ist er aber der richtige.

Geschwister-Scholl-Gesamtschule Göttingen (Jahrgang 12)